Island – droht ein neue Vulkanasche-Chaos?

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Medienmitteilung vom 9.12.17
Der Vulkan unter dem Öræfajökull in Island ist seit Tagen am Rumoren. Die Einwohner Islands sind ebenso besorgt wie die europäischen Luftfahrtbehörden.

Erinnern Sie sich noch an den Eyjafjallajökull? Das war der isländische Vulkan, welcher im April 2010 durch seinen Ausbruch und der resultierenden Aschewolke den halben Flugverkehr Europas lahmlegte. Tausende Flugpassagiere blieben teils tagelang gestrandet. Jetzt sollte man sich einen weiteren Zungenbrecher merken: Den Öræfajökull. Auch hier handelt es sich um einen unter einem Gletscher (isländisch: «jökull»), dessen Bezeichnung auch gleich für das darunter liegende Vulkansystem verwendet wird.

Der Öræfajökull ist zwar letztmals 1727 ausgebrochen. Doch schon seit Wochen ist Aktivität in und um den Vulkan spürbar. Seit einigen Tagen ist auf der eisüberwachsenen Spitze des Vulkans eine 22 Meter tiefe Depression im Schnee zu sehen, ein so genannter Schmelzkrater. Dieser wird zurzeit täglich rund 45 Zentimeter tiefer. Laut dem Meteorologischen Institut Islands wurden zudem allein in den vergangenen 10 Tagen über 160 Erdbeben in der Region gemessen – nicht immer spürbare Beben, aber in grosser Menge und damit ein Hinweis auf erhöhte seismische Aktivität – so wie dies auch beim Mount Agung auf Bali vor dessen Ausbruch spürbar war. Überdies war in den vergangenen Tagen Schwefelgeruch am Fluss Kvía festgestellt worden.

Deshalb wurde der Öræfajökull nun auf der «Aviation colour code map» des Meteorologischen Instituts von grün auf gelb hochgestuft – als einziger Vulkan auf Island. Das bedeutet zwar nur, dass Aktivität registriert wird und der Vulkan jetzt etwas genauer verfolgt wird. Erst ab Orange ist die Lage wirklich ernst (bei rot ist er bereits am Ausbrechen). Die isländischen Behörden überfliegen den Vulkan regelmässig, die Polizei ist in (niedriger) Alarmbereitschaft. Obwohl Vulkanausbrüche im Prinzip nichts aussergewöhnliches sind auf Island, hat man dort von den Auswirkungen des Eyjafjallajökull gelernt. Und es wird vermutet, dass ein Ausbruch des Öræfajökull dürfte deutlich explosiver sein, was vor allem auch Probleme mit dem Schmelzwasser des Vatnajökull verursachen könnte.

Text Quelle travelnews.ch (9.12.2018)
Map von Googlemap

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